Ambros Talk: Corona in Kunst und Beratung

Am 5. Mai 2021 fand erstmals ein digitaler Ambros Talk statt. Unter dem Titel “Corona in Kunst und Beratung” waren der Künstler Frederick D. Bunsen, die psychologische Beraterin Stefanie Großguth, Mitglieder des Amici Ambrosiani e. V. und der aktuelle Ambrosianumskurs im Gespräch. Bunsen und Großguth legten ihre je eigene Perspektive auf die Corona-Krise dar. In der Beratung führte die Krise zu ungewohnt neuen digitalen Beratungsformaten. Dadurch war Beratung weiterhin möglich. Die kollektive Krise beförderte persönliche Krisen, die dann wiederum bei den Beratungsstellen sichtbar wurden. Hierbei galt, was Großguth in der Beratung auch vor Corona schon auffiel: “Menschen sind überrascht, dass sie in eine Krise geraten”. Das sei in einer von effizienter Selbstorganisation geprägten Zeit bei vielen Menschen nicht vorgesehen. Der Künstler Frederick Bunsen hob hervor, dass eine Krise – bei allem insgesamt Negativen – für die Kunst immer auch ein produktives Element sei. Sie führe als “Disruption” immer auch zu – wenn auch unfreiwillig – neuen Perspektiven. Ein gemeinsames Fazit des Abends formulierte Bunsen so: “All dies soll sagen, dass unser Leben ständig in Bewegung ist und Veränderungen in allen Formen zum Alltag  – d.h. zum Leben gehören, und nach wie vor ist es entscheidend, wie man auf solche Momente kreativ reagiert. Ich denke, dass es das ist, was jeder aus dem Alltag eines Künstlers schöpfen kann.”